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Schüleraustausch mit Frankreich

 

Partnerschulen: Lycée Pierre Caraminot, Egletons - GRg 12, Singrienergasse 19 - 21

Betreuende Lehrer/innen:

  • Mme Véronique BUTEL, Egletons
  • Mme Mireille HOWSON, Egletons
  • Mag. Anna Maria Topolschegg, Wien

Im Schuljahr 1992/93 konnte ein Schüleraustausch zwischen der 7b-Klasse unserer Schule und einer Klasse derselben Schulstufe eines französischen Lyceums durchgeführt werden.

Diese Schulveranstaltung wurde großzügig vom Elternverein des GRg 12 unterstützt. Ein namhafter Betrag wurde vom Bankinstitut CREDITANSTALT - BANKVEREIN zum kulturellen Programm beigesteuert.

Unsere Schüler hielten sich vom 27.1. bis 11.2.1993 in Egletons auf. Sie wohnten bei den Familien ihrer Brieffreunde. Am Vormittag besuchten sie den Unterricht in der Gastschule, und am Nachmittag arbeiteten sie an ihren Tagebüchern sowie am Projekt "Traditionen, Feste, Feiern".

Den Abend verbrachten die Schüler in ihren Gastfamilien.

Das Besichtigungsprogramm umfaßte einen Ausflug nach Limoges mit Besichtigung einer der berühmten Porzellanmanufakturen der Region, eine Fahrt nach Bort-les-Orgues, zu einem der größten Stauseen des Zentralmassivs, sowie eine Besichtigung der Grotte von Lascaux. Ein Empfang im Rathaus der Stadt, zwei vom ortsansässigen Rotary-Club organisierte Betriebsbesichtigungen sowie ein Konzert der deutsch-französischen Chansonsängerin Maren Berg rundeten das Programm ab.

Ergebnis des Aufenthaltes in Egletons:

Das vorgesehene Arbeitsprogramm wurde von allen Schülern erfüllt: Die Tagebucheintragungen wurden insgesamt sehr sorgfältig, meist mit Hilfe der französischen Schüler, in einem Umfang von ungefähr einer halben bis einer Seite A4 pro Tag, durchgeführt.

Die Feiertagstabelle konnte aufgrund der von den Schülern eingeholten Auskünfte aufgestellt werden. Die Beschreibung der Feiertage wurde ebenfalls zufriedenstellend durchgeführt. Die in den Familien aufgenommenen Interviews waren von unterschiedlicher Länge (ca. 3 - 15 Minuten).

Die Schüler beteiligten sich mit großem Interesse an den Ausflügen und Besichtigungen.

Die Gastfamilien nahmen die österreichischen Schüler sehr herzlich auf, und jene Schüler, die während des Aufenthaltes erkrankten, wurden sehr gut versorgt und gepflegt.

Die betreuenden Lehrerinnen, Mme Véronique Butel, Mme Mireille Howson und Mag. Anna Maria Topolschegg, waren mit dem Ablauf des Austausches sehr zufrieden. Es wurde festgestellt, daß die Anwesenheit der Schüler den Schulalltag in keiner Weise belastete, sondern vielmehr eine Bereicherung im Sinne des interkulturellen Lernens darstellte, da die französischen Lehrer es gut verstanden, die Österreicher gewinnbringend ins Unterrichtsgespräch einzubeziehen.

Die Schüler ihrerseits erlebten die französische Sprach- und Kulturgemeinschaft durch das "Sprachbad", in dem sie sich die meiste Zeit über befanden, viel intensiver als dies im Regelunterricht möglich ist.

Der Leiter und die Lehrer der Gastschule zeigten sich aufgeschlossen und sehr interessiert an diesem Austausch. Bei der Verabschiedung drückte der Schulleiter seine Zufriedenheit über den Ablauf des Aufenthaltes der Österreicher aus und wünschte den Betreuungslehrerinnen einen ebensolchen Erfolg für den Gegenbesuch der französischen Schüler im April dieses Jahres in Wien. Er drückte die Hoffnung aus, daß auch im kommenden Jahr ein Schüleraustausch mit dem GRg 12, Singrienergasse, durchgeführt werden.

Aufenthalt der französischen Schüler in Wien:

Der Gegenbesuch der französischen Schülergruppe in Österreich fand vom 17.4. bis 26.4. 1993 statt. Die französischen Schüler wohnten bei den Familien ihrer Brieffreunde. Am Vormittag besuchten sie den Unterricht in unserer Schule, und nachmittags besichtigten sie die Stadt.

Gemeinsame Programmpunkte für französische und österreichische Schüler waren der Besuch einer Staatsopern- und einer Volksopernaufführung, ein Abendessen auf dem Donauturm und ein Tagesausflug mit Bahn und Schiff nach Melk. An diesen Veranstaltungen nahmen auch viele Eltern sowie der Schulleiter Direktor Dr. Anzböck teil.



Wie die Auswertung der an unsere Schüler und Eltern verteilten Fragebögen zeigte, wurde dieses Projekt von den Beteiligten positiv beurteilt. Besonders hervorgehoben wurde neben dem sprachlichen Gewinn die liebevolle Aufnahme und die fürsorgliche Betreuung, die sowohl die österreichischen Schüler in Frankreich als auch unsere französischen Gäste bei unseren Eltern fanden.

Durch diese offene Begegnung zwischen Gastschülern und Gastfamilie wurde eine echte Voraussetzung für interkulturelles Lernen geschaffen, welches ja ein wesentliches Ziel eines Schüleraustausches ist.

Aufgrund des überzeugenden Erfolges wird eine Weiterführung dieses Projektes in den kommenden Jahren von den Beteiligten empfohlen.