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Das war 1992/93

 

Bericht zum Schuljahr 1992/93

Das über unsere Schule hinausgehende schulische Geschehen war im abgelaufenen Schuljahr von einigen Themen bestimmt, die zum Teil seit langer Zeit einer Lösung harren (Nachmittagsbetreuung), in Umsetzung sind (Reifeprüfungsreform) oder neue schulpolitische Forderungen darstellen (Autonomie).

Zur Nachmittagsbetreuung:
Die Nachmittagsbetreuung wird beginnend mit dem Schuljahr 1994/95 neu organisiert werden. Für unsere Schule, die seit Jahren ein Tagesschulheim führt, bedeutet dies eine Chance, die Qualität der Nachmittagsbetreuung entscheidend zu verbessern. Geplant ist eine tägliche Tutorenstunde abwechselnd für die Gegenstände Deutsch, Englisch und Mathematik, in der die Inhalte des Vormittagsunterrichts wiederholt und aufgearbeitet werden sollen. Eine deutliche Verringerung der Erfordernis von Nachhilfestunden sollte die Folge sein. Die Schule wird sich im kommenden Schuljahr diesem Problembereich verstärkt widmen und so alle nötigen Vorbereitungen für die neue Nachmittagsbetreuung treffen. Der einzige - leider stark vorschmeckende - Wermutstropfen für die Eltern: Die neue Nachmittagsbetreuung wird mehr kosten als das bisherige Tagesschulheim (der dafür zu entrichtende Beitrag ist seit 1954!! unverändert); eine soziale Staffelung wird aber möglich sein.

Zur Autonomie:
Allerorts wird im Schulbereich von mehr Autonomie für die Schulen gesprochen, zugleich bestehen große Unsicherheiten und Unklarheiten, was darunter zu verstehen ist. Eines sollte klar sein: Autonomie kann nicht (nur) verordnet werden und war bei entsprechendem Mut zum Handeln bereits bisher in vielen Bereichen des Schullebens möglich. Autonomie bedeutet das freiwillige Ausnützen von Freiräumen in vorgegebenem Handlungsrahmen bei gleichzeitiger demokratischer Entscheidung über die Nutzung dieser Handlungsspielräume. Im wesentlichen werden in der Schule die Bereiche pädagogische Autonomie, administrative Autonomie, finanzielle Autonomie und personelle Autonomie unterschieden.

Pädagogische Autonomie:
Der Handlungsrahmen der pädagogischen Autonomie wurde in der 14. Schulorganisationsgesetznovelle geschaffen, die mit dem Schuljahr 1993/94 in Kraft tritt. Kernpunkt der Novelle: maximal 8 Wochenstunden der Stundentafel, verteilt über die ganze Unterstufe, können von der Schule frei gestaltet werden, womit ihr die Möglichkeit eingeräumt werden soll, sich ein spezielles Schulprofil zu geben. Wir vom GRg 12 haben die für uns relevanten Gesichtspunkte der Novelle im abgelaufenen Schuljahr ausgiebig diskutiert und werden 1993/94 Vorversuche in Form von Projekten in einer 2. Klasse durchführen (Unverbindliche Übung 'Aktuel-le Fachgebiete' für alle Schüler/innen der Projektklasse 'Soziales Lernen' und Projekt 'Medienerziehung' in eben dieser Klasse).

Administrative Autonomie:
Der Weg zu einer administrativen Autonomie wurde in den letzten Jahren durch das Wegfallen einiger bürokratischer Hindernisse geebnet, allerdings schlummern hier noch viele ungenutzte Möglichkeiten. Gerade in diesem Bereich ist es andererseits für einen Schulleiter einfach, unter Beachtung - aber auch Ausnützung aller gesetzlichen Möglichkeiten jene Freiräume zu erweitern, die den Lehrer/innen die sinnvolle Ausübung ihrer Tätigkeit erst ermöglichen.

Finanzielle Autonomie:
Die finanzielle Autonomie wird am GRg 12 als erster AHS Wiens erprobt, meinem Vorstoß haben sich zwei weitere Wiener Schulen angeschlossen. Kernpunkt der finanziellen Autonomie ist es, das gesamte Budget der Schule selbst zu verwalten und zu bewirtschaften. Bei Beachtung der gesetzlichen Verpflichtungen (z.B. Mietverträge, Wartungsverträge,...) und der betrieblichen Notwendigkeiten (z.B. Heizung, Strom, Telefon,...) bleiben große Bereiche, in denen die Schule selbständig entscheiden kann. Sogar die Notwendigkeit von Verträgen, mit denen eine Schule in früheren Jahren oft zwangsbeglückt wurde, kann hinterfragt werden! Entscheidend für das Funktionieren der finanziellen Autonomie ist die aktive Mitarbeit der Schulsekretärin. Frau Oberkontrollorin Hermine Oboril sei an dieser Stelle herzlichst gedankt.

Die etwa 446936 Schilling Jahresbudget für Investitionen wurden im Kalenderjahr 1992 für folgende Ausgaben verbraucht (gegliedert nach Gegenständen):

 

Audiovisuelle Medien
Bildnerische Erziehung
Biologie und Umweltkunde
Chemie
Deutsch
Geometrie und Mathematik
Direktion
Englisch
Lehrerfortbildung
Französisch
Geschichte und Geographie
Informatik
Italienisch
Latein
Lehrerbücherei
Leibesübungen
Musikerziehung
Physik
Sekretariat
Nachmittagsbetreuung (Einnahmen)
Werkerziehung Knaben
Werkerziehung Mädchen

35.902,20
69.320,52
45.785,11
70.259,80
4.929,06
2.973,45
13.946,70
5.675,60
805,00
5.679,60
16.479,20
31.431,82
3.966,00
1.898,50
22.157,76
24.040,60
60.777,94
585,00
13.433,99
-8.729,00
7.683,36
17.004,18

 

Eine Aufgliederung aller Ausgaben für 1992 ergibt folgende Aufstellung, wobei anzumerken ist, daß die Personalausgaben nicht von der Schule verwaltet wurden, sodaß tatsächlich ein Budget von 1,575,978.80 S zur Verfügung stand:

 

Personalausgaben

28699473,50

Summe Personal:

28699473,50

Maschinen und maschinellen Anlagen
Amts- Betriebs- und Geschäftsausstattung
Software

345144,67
158164,20
22205,95

Summe Anlagen:

525514,82

Praktikanten, Religionslehrer, Austauschlehrer, ...

876328,20

Summe Zusatzpersonal:

876328,20

Geringwertige Wirtschaftsgüter
Verbrauchsgüter für innerbetriebliche Leistungen
Geringwertige (Ersatz-)Teile für Anlagen
Roh- und Hilfsstoffe
Reinigungsmittel, Chemikalien
Schreib-, Zeichen- und sonstige Büromittel
Druckwerke: Bücher und Zeitschriften
Druckwerke (sonstiges)
Desinfektionsmittel
Sonstige Verbrauchsgüter
Inlandsreisen (Schulveranstaltungen)
Inlandsreisen (Seminare)
Bildungszulagen
Energiebezüge Heizung
Energiebezüge (sonstiges)
Instandhaltung von Gebäuden
Instandhaltung aufgrund von Wartungsverträgen
Sonstige Reparaturen
Instandhaltung von sonstigen Anlagen
Sonstige Transporte (Dienstreisen)
Leistungen der Post: Telefon
Sonstige Geldverkehrsspesen
Miet- und Pachtzinse
Entgelte: sonstige
Sonstige Leistungen von Gewerbebetrieben
Vergütungen (Inlandsreisen,...)

161.864,11
3.296,80
14.383,07
7.593,40
23.230,02
30.830,50
27.893,02
12.900,07
6.204,45
1.001,20
115.945,90
10.123,10
58.452,80
367.636,09
182.240,62
30.112,18
31.238,88
7.922,58
175.127,80
6.297,20
34.850,00
599,25
81.728,06
24.871,10
156.761,37
2.912,23

Summe Aufwendungen:

1.575.978,80

Gesamtsumme Ausgaben:

31.682.295,32

Tagesschulheime

30.850,00

 Gesamtsumme Einnahmen:

30.850,00