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Prozesswerkstatt

 

Organisation

Der Gegenstand KUSO beinhaltet 5 Module aus dem Bereich ”Prozesswerkstatt”:

  • PW 1: Allgemeine Kreativitätstechniken - Ideenfindung (2 Semsterwochenstunden)
  • PW 2: Allgemeine Kreativitätstechniken - Modellieren (2 Semsterwochenstunden)
  • PW 3: Spezielle Kreativitätstechniken (2 Semsterwochenstunden)
  • PW 4: Filmproduktion 1 - Script, Storyboard (2 Semsterwochenstunden)
  • PW 5: Filmproduktion 2 - Acting, Camerawork (2 Semsterwochenstunden)

Leistungsbeurteilung

Die Leistungsbeurteilung in den vier Modulen des Gegenstands „Kommunikation und Sozialkompetenz“ erfolgt in den von  § 18 (2) SchUG vorgesehenen fünf Beurteilungsstufen (Noten).

  • PW 1 und PW 2: Prozessbuch (Gestaltung und Inhalt)
  • PW 3: schriftliche Reflexionen; praktische Arbeiten

Die Module sind Module mit immanentem Prüfungscharakter, d.h. Anwesenheitspflicht und es gibt keine Möglichkeit einer Feststellungs- und Wiederholungsprüfung.


Zugangsbeschränkungen

  • PW 4: Filmproduktion 1 - Script, Storyboard: nur in Kombination mit PW 5
  • PW 5: Filmproduktion 2 - Acting, Camerawork: Voraussetzung ist PW 4

Bildungs- und Lehraufgabe

Dieser Gegenstand bietet den idealen Raum für handlungsorientiertes Lernen, im Sinne eines ganzheitlichen und schüleraktiven Unterrichts. Durch die Übernahme von Verantwortung, die Förderung von selbstständigem Tun und die Freiheit des Handelns werden Wachstumsprozesse in Gang gesetzt, die dem natürlichen Bedürfnis nach Selbstständigkeit und Selbstverwirklichung gerecht werden.

Dabei bilden materielle Tätigkeiten den Ausgangspunkt von Lernprozessen. Durch die Erstellung von veröffentlichungsfähigen Produkten wie Film, Drehbuch, Radiosendung, Hörspiel, Theater, Bühnenbild etc. gewinnen die Schülerinnen und Schüler folgende Kenntnisse, Einsichten und Fähigkeiten:

  • Stärkung der Eigenverantwortlichkeit und des Selbstwertes durch die Unmittelbarkeit von Erfahrung;
  • Erweiterung des Handlungs- und Entscheidungsspielraumes durch Kreativitätstechniken;
  • Fähigkeit zu Flexibilität;
  • Bereitschaft, Wissen durch Erfahrung und Beharrlichkeit zu überprüfen und aus Fehlern zu lernen;
  • Erhöhung der Frustrationstoleranz;
  • Freude am schöpferischen Arbeiten durch die Möglichkeit des persönlichen Ausdrucks;
  • Einsicht in effektive Produktionsabläufe der prozess- und projektorientierten Produktgestaltung;
  • planendes Entwickeln und problemlösendes, experimentierendes Lernen;
  • Wahrnehmungs-, Informations- und Problemlösungskompetenz;
  • Teamfähigkeit;
  • vernetztes Denken;
  • Steigerung des kreativen Ausdrucksvermögens;
  • Erkennen eigener Interessen

Hinauf


Didaktische Grundsätze

Schülerzentrierte Aufgabenstellungen ermöglichen selbstständiges Planen und Entwickeln. Ziele werden selbst gesetzt und müssen zu Beginn eines Projektes noch nicht feststehen.  Am jeweiligen „Hier und Jetzt“ orientieren sich die nächsten Schritte bei gleichzeitiger Reflexion des schon Entstandenen.

Die Schülerinnen und Schüler werden ins „Offene“ entlassen und dabei begleitet und betreut. In Vorbereitungsphasen impliziert diese Begleitung auch klar strukturierte Übungen mit genauen Regeln.

Grunderfahrungen entstehen im Gegensatz zur klassischen Lernzieloperationalisierung durch offene Prozesse und nicht durch geschlossene Systeme, deshalb sollen all jene Mittel und Methoden, die der Entfaltung von Kreativität dienen, zum Einsatz kommen. Die Arbeit dient primär der Persönlichkeitsentwicklung und nur sekundär der Produktion von präsentierbaren Endprodukten.

Das bedeutet:

  • Aufbau einer emotionalen Beziehung zum Unterrichtsinhalt
  • Kontakt mit eigenen Wünschen und Vorstellungen
  • Möglichkeit zu kreativem Selbstausdruck
  • Experimentieren mit Entscheidungen
  • Einbeziehung möglichst verschiedener Handlungsebenen und Berücksichtigung   verschiedener Sinneskanäle (Hören, Sehen, Singen, Entspannen, Fühlen, Phantasieren, Visualisieren, Verbalisieren, Kommunizieren)

Beim  Modul „Spezielle Kreativitätstechniken“ wird auf 2 Ebenen gearbeitet:

  • Übungszentrierte Ebene:
    Hier werden vom Leiter / von der Leiterin klar strukturierte Übungen vorgegeben, die den Schüler oder die Schülerin zu Experimenten ermutigt.
  • Erlebniszentrierte Ebene:
    Diese Übungen haben einen offeneren und emotionalen Charakter. Die   Schülerinnen und Schüler können den Inhalt der Übung stärker beeinflussen   und bestimmen, inwieweit sie sich persönlich stärker einbringen wollen.

Hinauf


Lehrinhalte

Modul PW 1: Allgemeine Kreativitätstechniken - Ideenfindung (2 Semsterwochenstunden):

Kreativitätstechniken sind Werkzeuge, die uns helfen, sowohl neue Muster und Kombinationen aus Erfahrungswissen zu bilden als auch bekannte Zusammenhänge auf neue Situationen zu übertragen. Ziel ist eine Optimierung von Denken und Handeln.
Inhalte:

  1. Was ist Kreativität? Verschiedene theoretische Ansätze.
  2. Die kreative Persönlichkeit. Hemmende und fördernde Faktoren.
  3. Förderung kreativer Fähigkeiten durch Kreativitätstechniken.

Die Schülerin/der Schüler gewinnt Kenntnisse, Fertigkeiten und Einsichten über

  • die Bedeutung des Begriffes „Kreativität“ im Sinne eines integrierend-ganzheitlichen Ansatzes  (Schlüsselqualifikationen);
  • die Wahrnehmung der äußeren und inneren Welt;
  • die Wahrnehmung von alten Konditionierungen;
  • die Entwicklung der Vorstellungskraft;
  • den Unterschied zwischen Aktion und Aktivität;
  • das Anerkennen, Miteinbeziehen, und Ausdrücken von Gefühlen;
  • das Erproben grundlegender Kreativitätstechniken.

Modul PW 2: Allgemeine Kreativitätstechniken - Modellieren (2 Semsterwochenstunden):

Hier werden außergewöhnlich kreative Menschen, wie z. B. Leonardo da Vinci, "modelliert". Modellieren basiert auf der Annahme, dass die außergewöhnlichen Ergebnisse von herausragenden Menschen keine Wunder sind, sondern dass eine gewisse Struktur dahinter steckt, die durch genaue Analyse und Verhaltensbeobachtung erlernbar ist. Nur unter ganz bestimmten Bedingungen entsteht die Fähigkeit, wirklich kreativ zu sein. Wie sehen diese Bedingungen aus und was können wir von großen Vorbildern lernen?

Modul PW 3: Spezielle Kreativitätstechniken (2 Semsterwochenstunden):

Von künstlerischen, kreativen und forschenden Arbeits- und Denkweisen lernen, um sie in das tägliche Leben integrieren zu können. Eigene Ideenentwicklungsprozesse durchschreiten, diese reflektieren und präsentieren. Die praktischen und selbstreflexiven Abschnitte des Moduls sollen zum Entwickeln, Ausformulieren und Umsetzen eigener Ideen und Vorhaben führen und exemplarisch für die sich ständig verändernden Anforderungen der Forschungs- und Arbeitswelt stehen.

Die Schülerin/der Schüler gewinnt Kenntnisse, Fertigkeiten und Einsichten über

  • spezielle Kreativitätstechniken in Hinblick auf Brauchbarkeit;
  • die Anwendung der Kreativitätstechniken zur Herstellung eines persönlichen Medienproduktes unter Berücksichtigung der jeweiligen medienspezifischen Technik;
  • Medienprodukte können sein: Film oder Video, Radiosendung oder Hörspiel, Performance, usw.

Modul PW 4: Filmproduktion 1 - Script, Storyboard (2 Semsterwochenstunden):

Hier lernt man etwas über das Filmemachen und kann selbst Teil einer Film-Crew sein. Es wird ein Independent Film produziert und eine Auswahl von Filmen analysiert.

In the first semester of Independent Filmmaking class we'll learn how to develop a story into a film. Then, using what we've learned, we'll develop our own film script. We'll also work on acting techniques and learn how to use cameras like filmmakers (not home movie makers). We'll also analyze other people's films.

Die Schülerin/der Schüler gewinnt Kenntnisse, Fertigkeiten und Einsichten über

  • Grundlagen des zu erstellenden Medienproduktes;
  • kontextbezogene Reflexionen;
  • die Darstellung von Sachverhalten;
  • die Manipulation durch Gestaltung;
  • verschiedene Gestaltungsvarianten;
  • den Zusammenhang von Bildern und Emotionen.

Modul PW 5: Filmproduktion 2 - Acting, Camerawork (2 Semsterwochenstunden):

Hier lernt man etwas über das Filmemachen und kann selbst Teil einer Film-Crew sein. Es wird ein Independent Film produziert und eine Auswahl von Filmen analysiert.

In the second semester of Independent Filmmaking Class we’ll film our own movie using the script we developed in the first semester. In the process students get the opportunity to learn acting, directing, camera work, and the business of filmmaking. Students will get a DVD copy of the film they created,  which we'll show to the entire school.

Die Schülerin/der Schüler gewinnt Kenntnisse, Fertigkeiten und Einsichten über

  • die Herstellung des Medienproduktes;
  • die Erstellung des Zeitplanes;
  • grundlegende Strukturen;
  • die Schulung des Sehens und Findens einer Sprache für eigene Gedanken;
  • Dramaturgie, Ästhetik, Produktionsabläufe;
  • Mediensprache (Basiswissen);
  • Selbstorganisation von Inhalt und Form;
  • Präsentationstechniken.

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