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Coachingsystem

 

Das Coachingsystem sichert die psychologische, pädagogische und didaktische Qualität des Modulsystems.

Die pädagogische Betreuung wird durch Coaches übernommen, die ab der 5. Klasse eine Gruppe von 10 bis 15 Schüler/innen in einer eigens dafür vorgesehenen Zeit betreuen. Ihre Aufgaben werden innerhalb der Ausbildung genau definiert und umfassen im Wesentlichen drei Bereiche: 


Der Coach

  • informiert (die Coachees - das sind die gecoachten Schüler/innen, das L-Team, die Eltern....)
  • unterstützt die Coachees, "coacht" im eigentlichen Sinn
  • leitet die Schüler/innen-Gruppe, soweit sie das braucht

Die Aufgaben des Coachs im Detail

  • Der Coach berät und unterstützt die Schüler/innen bei der Organisation ihrer Schullaufbahn.
  • Der wesentliche Teil des Coaching-Systems besteht darin, dass die einzelnen Mitglieder der Gruppe in ihrer wöchentlichen Coaching-Stunde mit Unterstützung (durch den Coach und – ganz wesentlich – durch die Mitschüler/innen) ihre Begabungen herausfinden, indem sie vor allem reflektieren lernen. Sie setzen sich mit ihren Leistungen auseinander, mit der Relevanz und Irrelevanz von Noten, mit ihren Vermeidungsmustern, mit ihren eigenen Motivations- und Arbeitsstrategien, sie sollen mit der Zeit ihre Ziele klarer definieren können und Handlungsweisen entwickeln, um diese zu erreichen.
  • Der Coach leitet die Gruppe, soweit sie es braucht, und führt sie dahin, dass sie mit der Zeit eigenverantwortlich die zur Verfügung stehende Zeit verwaltet.
  • Er leitet Prozesse im Stil des Coachings (z.B. Regeln vereinbaren, Ziele definieren), die sowohl ein vertrauensvolles und respektvolles Gesprächsklimas innerhalb der Gruppe schaffen als auch die Coachees selbst befähigen sollen, eigene Strategien zur Lösung ihrer Probleme zu entwickeln bzw. einander zu helfen (Peercoaching).

Ausbildung und Einsatz des Coaches

  • Als Coach werden in erster Linie Lehrer/innen eingesetzt, die eine entsprechende Ausbildung im Rahmen eines PI- oder Universitätslehrgangs (z.B. Lerncoaching) absolviert haben. Verfügen nicht ausreichend viele Lehrer/innen über die geforderte Ausbildung, entscheidet der Schulleiter über den Einsatz anderer Kolleg/innen.
  • Der Coach sollte im Allgemeinen keine Klassenlehrkraft der betreuten Schüler/innen sein.

Organisation des Coachings

  • Jeder Schüler/jede Schülerin ist namentlich einem bestimmten Coach zugeordnet (die Aufteilung klären die Coaches eines Jahrgangs). Coaching wird in der 5. Klasse als Basismodul geführt, ab der 6. Klasse in Form von unverbindlichen Übungen angeboten  und kann auch klassenübergreifend organisiert sein. Coaching kann in Form von  Gruppencoaching oder in Einzelbetreuung nach Bedarf stattfinden, und es kann auch geblockt werden (z.B. Lerntraining).

Stundenausmaß

Das Stundenausmaß beträgt

  • in den 5. Klassen: wöchentlich 1 Unterrichtseinheit (verpflichtend für alle);
  • in den 6. Klassen: wöchentlich 1 Unterrichtseinheit;
  • in den 7. und 8. Klassen: geblockt
  • Gibt es Gesprächsbedarf von Lehrer/innenseite, so kann der Coach dem Schüler/ der Schülerin ein Gespräch anbieten.
  • Fachlehrer/innen können sich an den Coach wenden, wenn sie besonderen pädagogischen Handlungsbedarf sehen.