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Leistungsbeurteilung

 

Die geltenden Bestimmungen der Leistungsbeurteilungsverordnung werden sinngemäß in jedem Semester angewendet. Ausnahmen sind im Folgenden bzw. in den Lehrplänen angeführt.


Portfolio und Schularbeiten

  • Alternative Formen der Leistungsfeststellung sind in den Lehrplänen formuliert (z.B. Portfolio)
  • Sind in einem Wahlmodul Schularbeiten vorgesehen, so ist dies im Lehrplan festgelegt.
  • Schularbeiten
    Schularbeiten sind analog zur Regelschule in den Gegenständen Deutsch, 1. Lebende Fremdsprache, 2. Lebende Fremdsprache, Latein, Mathematik und Darstellende Geometrie vorgesehen, und zwar
    • in der 5. bis 7. Klasse mindestens 1 und höchstens 2 Schularbeiten je Modul mit dem minimalen Ausmaß von 1 Unterrichtseinheit und dem maximalen Ausmaß von 2 Unterrichtseinheiten je Schularbeit; in der 7. Klasse muss es mindestens eine zweistündige Schularbeit geben;
    • in der 8. Klasse mindestens 1 und höchstens 2 Schularbeiten je Modul mit dem minimalen Ausmaß von 1 Unterrichtseinheit und dem maximalen Ausmaß von 4 Unterrichtseinheiten je Schularbeit; es muss mindestens eine dreistündige Schularbeit geben.

Frühwarnung

  • § 19, Abs. 4 SchUG (Frühwarnung) ist sinngemäß in jedem Semester anzuwenden.

Beurteilungsstufen

  • Basismodule haben die klassische ziffernmäßige Beurteilung wie in den Pflichtgegenständen der Regel-AHS.
    Die Ausnahmen sind:
    • Das Basismodul "Coaching" in der neunten Schulstufe mit dem erfolgreichen Abschluss "teilgenommen"
    • Das Basismodul "Methodentraining" in der neunten Schulstufe mit dem erfolgreichen Abschluss "erfolgreich abgeschlossen"
  • Wahlmodule werden in Bezug auf die Leistungsbeurteilung unterschieden:
    Es gibt Wahlmodule
    • mit klassischer ziffernmäßiger Beurteilung wie in den Pflichtgegenständen der Regel-AHS
    • mit dem erfolgreichen Abschluss "teilgenommen"
    • mit dem erfolgreichen Abschluss "erfolgreich abgeschlossen"
  • Die Beurteilung "nicht teilgenommen" bzw. "nicht erfolgreich abgeschlossen" hat als Konsequenz keinen positiven Abschluss.

Feststellungsprüfung

  • § 20, Abs. 2 und 3 SchUG (Feststellungsprüfung) sind sinngemäß in jedem Semester anzuwenden.
  • Diese Feststellungsprüfung muss dem/der Schüler/in spätestens eine Woche vorher angekündigt werden.

Anwesenheitspflicht

  • Grundsätzlich besteht in allen Modulen Anwesenheitspflicht in allen Unterrichtsstunden. Ausnahmen bei Modulwiederholungen werden im Einzelfall festgelegt. Der Schüler/die Schülerin erhält im Zuge einer Besprechung in diesem Fall einen persönlichen Stundenplan.
  • Eine Entschuldigung über versäumte Modulstunden ist entsprechend der Hausordnung unmittelbar nach Wegfall des Verhinderungsgrundes dem Klassenvorstand vorzulegen.
  • Ist wegen zu vieler versäumter Unterrichtsstunden eine sichere Semesterbeurteilung nicht mehr möglich (im Allgemeinen bei Versäumen von mehr 20% der gehaltenen Stunden), so muss eine Feststellungprüfung abgelegt werden; eine Ausnahme bilden nur 
  • Module mit immanentem Prüfungscharakter:
    Der positive Abschluss eines Moduls mit immanentem Prüfungscharakter (Laborbetrieb, Projektarbeiten, Methoden) ist an eine Mindestanwesenheit gebunden und kann mit einer Note, mit „teilgenommen“ oder „erfolgreich abgeschlossen“ beurteilt werden. Bei diesen Modulen ist keine Feststellungsprüfung möglich. Wahlmodule, die mit „teilgenommen“ oder „erfolgreich abgeschlossen“ beendet werden, sind im Lehrplan besonders ausgewiesen.
  • Module ohne immanenten Prüfungscharakter, die auf Grund mangelnder Anwesenheit nicht beurteilt werden können, können in Form einer Feststellungsprüfung beurteilt werden. Ist diese negativ, so muss ein Basismodul wiederholt oder durch ein anderes Basismodul mit gleichem Lehrplaninhalt ersetzt werden, ein Wahlmodul kann durch ein anderes ersetzt werden.

Aufsteigen gemäß § 25 SchUG

  • Am Ende jedes Semesters erhält der/die Schüler/in ein Semesterzeugnis mit den Beurteilungen über alle im Semester absolvierten Module.
  • Am Ende der 5. Klasse (9. Schulstufe) ist ein/e Schüler/in berechtigt zum Aufsteigen berechtigt, wenn die Schulstufe erfolgreich abgeschlossen wurde. Die 9. Schulstufe ist erfolgreich abgeschlossen, wenn alle Basismodulen beurteilt sind und kein Basismodul die Beurteilung "Nicht genügend" oder "nicht erfolgreich abgeschlossen" aufweist. Eine Schulstufe gilt auch dann als erfolgreich abgeschlossen, wenn bei Wiederholen von Schulstufen die Semesterzeugnisse in insgesamt höchstens zwei Basismodulen die Note "Nicht genügend" enthalten und dieses Basismodul/dieser Pflichtgegenstand vor der Wiederholung der Schulstufe zumindest mit "Befriedigend" beurteilt wurde.
  • Ein/e Schüler/in ist gemäß § 25 SchUG am Ende der 5. Klasse (9. Schulstufe) ferner zum Aufsteigen in die 10. Schulstufe berechtigt, wenn die Semesterzeugnisse zwar in zwei Basismodulen die Note Beurteilung "Nicht genügend" oder "nicht erfolgreich abgeschlossen" aufweist, aber
    a) der Schüler nicht auch schon im Jahreszeugnis des vorhergegangenen Schuljahres in demselben Pflichtgegenstand die Note ",Nicht genügend" erhalten hat,
    b) der betreffende Pflichtgegenstand in einer höheren Schulstufe lehrplanmäßig vorgesehen ist und
    c) die Klassenkonferenz feststellt, dass der Schüler / die Schülerin auf Grund der Leistungen in den übrigen Basismodulen die Voraussetzungen zur erfolgreichen Teilnahme am Unterricht der zehnten Schulstufe im Hinblick auf die Aufgabe der Modularen Oberstufe aufweist.
  • Die herkömmliche Aufstiegsberechtigung entfällt ab der 6. Klasse (10. Schulstufe).
  • Davon ausgenommen sind nur die jeweils ersten Module in Latein, Französisch, Italienisch, Spanisch und Darstellender Geometrie, deren positive Absolvierung als Voraussetzung für die jeweiligen Folgemodule gilt.
  • Die gesetzlich vorgesehene Höchstdauer des Schulbesuchs darf im Modulsystem nicht überschritten werden (d.h. es gilt wie derzeit: die AHS-Laufbahn – inklusive allfälliger HS-Jahre – darf maximal 10 Jahre dauern, mit Zustimmung der Klassenkonferenz 11 Jahre).

Wiederholung von Modulen

  • Ein großes Plus des modularen Systems ist, dass es ab der 6. Klasse (10. Schulstufe) keine Jahreswiederholungen gibt, d.h. hat ein Schüler / eine Schülerin ein Modul negativ abgeschlossen, verliert er / sie dadurch nicht notwendigerweise ein Jahr. Die positiven Leistungen bleiben ab der 6. Klasse (10. Schulstufe) erhalten. Außerdem haben die Schüler/innen wegen des im Vergleich zum ganzen Jahr geringeren Semesterstoffes eine größere Chance auf einen positiven Abschluss.
  • Wurde ein Modul negativ beurteilt, so hat der Schüler oder die Schülerin das Recht auf eine Wiederholungsprüfung – für das Wintersemester in der 4. Woche des Sommersemesters, für das Sommersemester zum Termin der Wiederholungsprüfungen im Herbst. Die Wiederholungsprüfungen des Wintersemesters können auf Ansuchen des Schülers gemeinsam mit den Wiederholungsprüfungen des Herbstes gemacht werden.
  • Pro Semester sind maximal 2 Wiederholungsprüfungen möglich. Ausgenommen sind nur die gemäß § 23, Abs. 1c zulässigen zusätzlichen Wiederholungsprüfungen.
  • Hat ein/e Schüler/in drei oder mehr Module negativ abgeschlossen, so darf er/sie zwei Module für die Wiederholungsprüfungen auswählen, die anderen Module muss er/sie wiederholen oder ersetzen. Die zur Wiederholungsprüfung ausgewählten Module sind vom Schüler/von der Schüler/in spätestens am letzten Tag des Semesters bekannt zu geben.
  • Bei negativer Wiederholungsprüfung aus einem Basismodul muss dieses wiederholt werden; bei einer negativen Wiederholungsprüfung aus einem Wahlmodul kann dieses wiederholt oder durch ein gleichwertiges ersetzt werden.
  • Ein Basismodul ist unter Beachtung der Höchstdauer des Schulbesuchs mehrfach wiederholbar. Da es im Regelfall nicht Voraussetzung für das nächst folgende Basismodul des betreffenden Gegenstandes ist (Ausnahmen sind den beiliegenden Fachlehrplänen zu entnehmen), darf der/die betroffene Schüler/in mit seiner/ihrer Jahrgangsklasse bzw. Gruppe automatisch die folgenden Basismodule absolvieren, also „aufsteigen“.