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Projektmodul Longboard-Bau

 

Bericht vom Projektmodul "Bau eines Longboard-Decks" - Prof. Obereder, Prof. Möser

Aus einem spontanen Parkplatzgespräch mit unserem Herrn Direktor  Röblreiter "Was machs't denn da schon wieder?" ergab sich relativ unbürokratisch das Modul "Bau eines Longboard-Decks".

Die Schülerinnen und Schüler mussten während eines Semesters mehrere Arbeitsschritte bewältigen:

Eine Pressform aus selbst zusammengeleimten Holzbalken shapen und mittels Betonguss die Negativform gießen.
Der Deck-Rohling wurde dann als Laminatsleimung in dieser so erhaltenen Pressform aus drei Sperrholzplatten erstellt.
Danach wurde das Deck auf der Unterseite mit Glasfasergelege und Polyesterharz (GFK) gegen Durchbiegen verstärkt.
Gegen Verwindung wurde eine sogenannte Torsionsbox aus GFK im 45°-Winkel sowohl auf der Oberseite wie auf der Unterseite verlegt.

Soweit die Theorie ;-)

Mit einer hohen Anmeldequote von 26 Teilnehmerinnen belegten wir jeden Montag für 2 (und oft mehr) Stunden die beiden Werksäle und einen Kellerbereich.

Die Praxis war für viele der anfangs 26 TeilnehmerInnen dann sehr fordernd:

  • Eine Gruppe schaffte keine zufriedenstellende Holzpressform und musste bei einer anderen Gruppe mitmachen.
  • Die Materialbesorgung war trotz Hilfestellungen oft verzögert, wodurch einige Gruppen in arge Zeitnot gerieten.
  • Immer wieder wurden auch einfach zu besorgende Materialien vergessen (Gurkenglas, Plastiksack, Pinsel...)
  • Teilweise wurde falsches Material besorgt (dass Baumarkt-Mitarbeiter nicht zwischen Sperrholz- und Holzfaserplatte unterscheiden können ist ... naja)
  • trotz Informationszetteln (Worksheets) waren viele Teilnehmer nicht vorbereitet ("kommt das Glasfasergelege jetzt oben oder unten drauf?")
  • Polyesterharz klebt auf Waschbetonplatten bombenfest ... Abdecken war eigentlich Pflicht!
  • die Qualität der verpflichtenden Protokolle und Abrechnungen wiesen eine große Bandbreite auf (zwischen nichts(!), halbseitigen, handschriftlichen Kurzzusammenfassungen und 10-seitigen, mit Fotos gewürzten Protokollen war alles vorhanden)

Dementsprechend wurde auch die ganze Notenskala ausgeschöpft!

Trotzdem: es war eine tolle Erfahrung (für SchülerInnen und Lehrer) und alle Teilnehmer, die bis zum Schluss dabei geblieben sind hatten am Ende ein fahrbares Deck und viele neue Erfahrungen gesammelt.

Vor allem die Mädchen haben am schnellsten und saubersten gearbeitet :-)

Roll on!!!

Günter "Longboart" Obereder