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Vorwissenschaftliche Arbeit

 

Die Vorwissenschaftliche Arbeit ist eine „Säule“ der neuen Reifeprüfung - das Prüfungsgebiet „Vorwissenschaftliche Arbeit“ setzt sich aus der schriftlichen Arbeit, sowie deren Präsentation und Diskussion zusammen. Nach § 34 Abs. 3 Z 1 SchUG ist sie eine „abschließende Arbeit (einschließlich deren Präsentation und Diskussion), die selbständig und außerhalb der Unterrichtszeit zu erstellen ist…“.

 

Ziele der VWA und ihrer Präsentation/Diskussion sind unter anderem

  • Eine möglichst konkrete leitende Fragestellung, die einen eigenen Zugang zum Thema aufzeigt, formulieren und schlüssig beantworten
  • Selbständiges und eigenverantwortliches Vorgehen
  • logisches und kritisches Denken, Argumentieren und Schlüsse ziehen
  • Anwendung geeigneter Methoden
  • Verknüpfung von Informationen aus der Literatur im Hinblick auf die Fragestellung, ggf. mit eigenen Daten 
  • Ausdrucks – und Diskursfähigkeit

Wichtige Eckpunkte:

  • Themenfindung im 1. Semester der vorletzten Schulstufe, Einreichung bis Anfang März.
  • Freie Wahl der Prüfer/innen durch die SchülerInnen. LehrerInnen können ein Thema ablehnen, nicht aber den/die SchülerIin.
  • Die Zahl der VwA pro PrüferIn beträgt maximal fünf Arbeiten pro Jahrgang.
  • Die Themenfestlegung erfolgt einvernehmlich zwischen PrüferIin und SchülerIin.
  • Die Themenstellung wird bis Anfang März der 7. Klasse mit einem Erwartungshorizont eingereicht (VwA-Genehmigungsdatenbank). Bei Ablehnung des Themas muss innerhalb von 2 Wochen ein neues Thema eingereicht werden.
  • Die VwA ist keinem Unterrichtsgegenstand zugeordnet. Im Reifeprüfungszeugnis werden der Titel der VwA und die Beurteilung des Prüfungsgebietes angeführt.
  • Der/Die PrüferIin muss (fach- und) sachkompetent, aber nicht unbedingt der/die unterrichtende FachlehrerIin sein. 
  • Der Umfang beträgt bis zu 60.000 Zeichen (mit Leerzeichen, ohne Verzeichnisse). Die formalen Kriterien für wissenschaftliche Arbeiten sind anzuwenden.
  • Die Arbeit wird in der Unterrichtssprache oder in einer lebenden Fremdsprache (abhängig vom Kompetenzniveau) verfasst.
  • Die Betreuung umfasst 2 verpflichtende Betreuungsgespräche und die kontinuierliche Betreuung für die Erstellung der Arbeit in der letzten Schulstufe.
  • Ein begleitendes Protokoll, in dem Fortschritte, Termine, Aktivitäten und Hilfsmittel dokumentiert werden, ist für die SchülerInnen verpflichtend. Das LehrerInnenprotokoll umfasst Besprechungen, Hilfestellungen, Beobachtungen zur Entwicklung der Arbeit.
  • Die Arbeit wird spätestens in der 1. Woche des 2. Semesters der letzten Schulstufe eingereicht (digital - VwA-Datenbank - und 2 ausgedruckte Exemplare).
  • PrüferInnen erstellen anhand eines Beurteilungsrasters eine „Beschreibung der Arbeit“ (ohne Note), welche über den Grad der nachzuweisenden Kompetenzen bei der schriftlichen Arbeit Auskunft gibt. Dieses Gutachten wird an Vorsitzenden und Schulbehörde 1. Instanz weitergeleitet.
  • PrüferInnen führen mit ihren KadidatInnen ein bilanzierendes Gespräch über Stärken und Schwächen der Arbeit. Dieses dient dazu, die Vorbereitung der Präsentation zu unterstützen.
  • Die Schulbehörde 1. Instanz legt den Termin für die Präsentation und Diskussion der VwA fest.
  • Die Präsentation und Diskussion dauert 10-15 Minuten. Der/Die KandidatIn soll dabei Diskurs- und Argumentationsfähigkeit sowie Fachkompetenz unter Beweis stellen.
  • Die Kommission besteht aus dem/der Vorsitzenden (nur beratend), dem/der SchulleiterIn, dem/der Klassenvorstand/vorständin und dem/der PrüferIn.
  • Wurde eine Arbeit in einer lebenden Fremdsprache verfasst, so erfolgt die Präsentation in dieser Fremdsprache, die Kommission kann aber Zwischenfragen auf Deutsch stellen.
  • Die Gesamtbeurteilung wird nach der Präsentation und Diskussion durch die Kommission festgelegt.
  • Bei negativer Gesamtbeurteilung muss ein neues Thema festgelegt werden; es besteht kein Anspruch mehr auf eine kontinuierliche Betreuung. Andere Prüfungen können zum Haupttermin abegelegt werden, die VwA zum 1. Nebentermin. Bei negativer Beurteilung in anderen Säulen der RP bleibt positive Beurteilung der VwA erhalten, auch wenn die Abschlussklasse wiederholt werden muss.

Zur Betreuung und Beurteilung von Vorwissenschaftlichen Arbeiten am GRG23vbs gibt es hier einen verbindlichen Leitfaden.

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