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Naturhistorisches Museum

 

Naturhistorisches Museum, Wien:

Gottfried Semper und Carl Hasenauer 1871 – 1884, eröffnet durch Kaiser Franz Josef I

 

Das Museum wurde auf dem vorher unbebauten Glacis, dem Freiraum zwischen Stadtmauer und Vorstädten errichten. Das Museum ist im Kern aus Ziegeln erbaut. 16 Millionen Stück Ziegel wurden vom Wiener Ziegelbaron Heinrich von Drasche aus der Wienerberger Ziegelei geliefert, damals wie heute die weltgrößte Ziegelfabrik.

Das aufgehende Mauerwerk besteht aus 12000 m3 Natursteinblöcken, die in den Ziegelbau integriert sind (mittragendes Verblendmauerwerk).

Baumaterial: Die Verblendung besteht aus Kalksandstein der Wiener Umgebung. Der Natursteinbedarf der Wiener Ringstraße war aus der näheren Umgebung kaum zu decken. Im Fundament befinden sich 16000m3 Atzgersdorfer Kalksandstein, der von den Gehäusen von Schnecken erfüllt ist, die vor 12 Millionen Jahren im sarmatischen Meer des Wiener Beckens lebten.

Die Dachbalustrade ist aus einem Kalkstein aus Istrien, der sich in einem tropischen Flachmeer abgelagert hat und erfüllt von fossilen Resten dickschaliger Muscheln ist.